Der Herbst ist nun da und somit auch für mich mehr Zeit um den blog hier wiederzubeleben. Es war in den letzten Monaten etwas ruhig hier, denn das schöne Wetter zog mich doch mehr raus, als vor dem Computer zu sitzen und Einträge zu schreiben.
Aber nun hoffe ich wieder mehr Zeit zu finden um hier aktiver zu sein, und deshalb lege ich gleich los mit einem Stück, das mein eifriger Leser Ferdinand P. mir hat zukommen lassen. Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich dabei um ein Stück von Austro Daimler. Über die Geschichte des Unternehmens habe ich an anderer Stelle im blog schon geschrieben, weswegen ich mich nicht unbedingt wiederholen möchte. Deshalb will ich eigentlich haupsächlich auf das Logo eingehen.
Bis 1909 firmierte man ja unter "Österreichische Daimler Motoren Gesellschaft" bzw unter dem etwas sperrigen Namen "Österreichische Daimler Motoren Commanditgesellschaft Bierenz Fischer u. Co.". Mit der Eigenständigeit vom Mutterkonzern Daimler Stuttgart, folgte auch die Verwendung eines neuen Logos, das zunächst einmal den Doppeladler der K.u.K. Monarchie Österreichs verwendete. Über die Jahre hinweg wurde es immer wieder angepasst (die entsprechenden Logos werde ich bei Gelegenheit noch hier posten) und landete ca 1927 bei dem o.g. Logo. Dieses Design mit der Armbrust und Pfeil wurde fortan als Kühlerfigur und Markenzeichen verwendet. Die Zusammenarbeit mit Steyr AG und die spätere Übernahme führte dazu, dass 1934 die Produktion von PKW unter dem Namen Austro Daimler komplett eingestellt wurde. Fortan lief die Autoproduktion unter dem Namen Steyr, und bei den ersten Modellen des Steyr 100/200 wurde das o.g. Logo noch als Kühlerfigur verwendet, verschwand dann allerdings bald.
Nach etwas längerer Ruhe, mal wieder ein Post auf der Seite. Heute habe ich das Vergnügen ein schönes Stück aus Frank A.s Sammlung präsentieren zu können.
Wieder ein Unternehmen, das vermutlich die Wenigsten kennen. Die Badische Automobil-Fabrik Heim in Mannheim, wurde 1920 vom Nmensgeber Frannz Heim, sowie Oskar Eberle und Jacob Stengel, gegründet. Die Produktion startete 1921 mit einem 20 PS PKW, dem noch im gleichen Jahr ein 30PS Modell folgte. Ein Herausstellungsmerkmal der Fahrzeuge war das Gaspedal, welches zwischen Bremse und Kupplung lag.
Man nahm mit eigenen Teams an verschiedenen Rennen teil und in den Folgejahren kam noch ein stärkerer Vierzylindermotor und ein Sechszylinder dazu.
1925 entwickelte man einen sogenannten Industriewagen. Er war zwar äußerlich nicht vom Standard PKW zu unterscheiden, aber im Innerern hatte man den Fond mit Blech ausgekleidet, was den Transport von Waren ermöglichte, aber auch als konventioneller PKW genutzt werden konnte. Das gelang dadurch, dass man die Rückbank so umklappen konnte, dass am Ende eine Transportfläche entstand.
Ende 1925 wurde das Unternehmen unter Aufsicht gestellt um sich vermutlich sanieren zu können. Bereits im April 1926 wurde es wieder aus der Aufsicht entlassen, jedoch wurde bereits ein Jahr später das Konkursverfahren eröffnet und das Unternehmen später aufgelöst.
Ein frohes neues Jahr wünsche ich allen Lesern dieses Blogs.
Heute habe ich, auf Wunsch des Lesers Aleksandar B., wieder einmal ein Abzeichen aus dem Ostblock, dass ich gerne zeigen möchte. Freundlicherweise hat Aleksadar auch gleich das Bild dazu geliefert. Vielen Dank.
Die Firma JAWA geht auf den Ingenieur Frantisek Janecek zurück, der am 23.1.1878 in Böhmen geboren wurde, und diesem Anlaß ist der heutige Post gewidmet.
Er studierte in Prag Mechanik und setzte sein Studium in Berlin, an der Ingenieurschule fort. Nach seiner Rückkehr nach Prag, arbeitete er bei Emil Kolben in seiner Fabrik für Elektrotechnik. Mit nur 23 Jahren wurde er Geschäftsführung der Niederlassung von Kolben in den Niederlanden.
Um 1909 herum machte sich Janecek selbsständig und gründete sein eigenes Ingenieursbüro. Eine seiner wichtigsten Entwicklungen war der Pneumograph. Dabei handelt es sich um eine frühe Form einer Werbetafel, die mit Luftdruck Plättchen bewegen konnte, die auf jeder Seite unterschiedliche Farben hatten und so Bilder bzw Buchstaben darstellen konnten. Nicht zu verwechseln mit dem Lungentestgerät mit gleichem Namen.
Im ersten WK kämpfte Janecek In Italien und meldete über 60 Patente in dieser Zeit an, darunter auch eine Weiterentwicklung einer Handgranate. Nach dem Krieg war seine Firma in der Waffenproduktion tätig, jedoch war in Friedenszeiten das Geschäftsmodell nicht gewinnbringend. Mitte der 20er Jahre entstanden erste Ideen in die Motorradproduktion einzusteigen. Zunächst als Lizenzproduzent ab 1927, ergab sich die Gelegenheit, als die Unternehmer Winkelhofer und Jaenicke, besser bekannt unter deren Unternehmen Wanderer, sich entschieden die Motorradproduktion Ende der 20er Jahre zu verkaufen. Janecek erwarb sie und gründete das neue Unternehmen JAWA, das aus den zwei jeweiligen Anfangsbuchstaben seines Namens, sowie Wanderer bestand. Er begann mit dem Bau einer 500ccm Maschine, die jedoch zu teuer für das Brot und Buttergeschäft war. Er konnte aber den britischen Motorradingenieur George William Patchett als Chefkonstrukteur gewinnen und mit ihm wurden eine Reihe neuer Motorräder entwickelt. Mit seiner Rennerfahrung und als Konstrukteur bei Unternehmen wie Brough und McEvoy, konnte er wertvolle Erfahrung in das junge Unternehmen einbringen. So wurde beistpielsweise die kleine 175er von JAWA das erfolgreichste Modell im Land.
Aber auch in England machte sich das Unternehmen einen Namen, als sie respektable Ergebnisse bei den Tourist Trophies in den 30er Jahren erzielen konnten.
Ein Auto sollte die Produktpalette noch ergänzen, aber das habe ich ja bereits im ersten JAWA Post erwähnt.
Mit der deutschen Besatzung Böhmens, verlor Janecek die Kontrolle über JAWA, war aber weiterhin dort beschäftigt, wo fortan Flugzeugmotoren und Generatoren für den anstehenen 2. WK produziert wurden. Er starb am 4.6.1941 und konnte nicht mehr erleben, wie JAWA wieder in die Motorradproduktion einstieg und bis heute noch motorisierte Zweiräder herstellt.
Ein schönes Detail, auf das ich gerne hinweisen möchte, sind die stilisierten Anfangsbuchstaben von Frantisek Janecek in der Mitte des Abzeichens.
Ich sammle schon seit etwa 20 Jahren Anstecknadeln und Ansteckbares der Firma mit dem Stern. Angefangen hat es mit den Nadeln auf der IAA und später weitete es sich auf die historischen Nadeln aus. Inzwischen habe ich die neueren Nadeln und Pins abgegeben und konzentriere mich ausschliesslich auf alles Alte bis max. 80er Jahre. Wenn Sie alte Abzeichen, Nadeln oder Broschen haben und sie verkaufen möchten, oder auch einfach nur Infos suchen, nutzen Sie bitte die Kontaktmöglichkeit in meinem Profil.