Seiten

Freitag, 29. Dezember 2017

Bugatti 3


Bugatti hat im Laufe seiner Firmengeschichte oft zwischen Genie und Wahnsinn gelebt. Es gab Modelle, die einen konstanten Umsatz sicherten, wie die Typen 30, 40 oder 44. Dann gab es noch die Modelle, die das Prestige der Firma überhaupt erst voran brachten, wie die Modelle 35, 41 (Royale) und die Sondervarianten des 57er. Alles Wagen die einen hohen Begehrlichkeitsfaktor besaßen, aber auch unheimlich teuer in der Entwicklung waren und die Finanzen des Unternehmens stark belasteten.
Im Laufe der Geschichte kann man sehen, dass es nur wenige dieser Cash-cows gab und die meisten Modelle in Kleinstserien gebaut wurden. Dennoch schaffte das Unternehmen es lange, diesen Spagat zu halten und ständig neue Fahrzeuge zu konstruieren. Wahrscheinlich ist das auch ein Grund, der zur Bildung des Mythos Bugatti beitrug.
Die Abzeichen von Bugatti sind auch durchaus gesucht und, trotz immer gleichbleibendem Logo, äußerst variantenreich. Hier zeige ich ein Stück aus Per Faxes Sammlung, das in der ungewöhnlichen Farbe grün daherkommt. Vom Alter her dürfte es aus den 30er Jahren stammen.

Größe: -

Hersteller: -

Mars Werke AG


Die Mars Werke wurde 1873 von Paul Reissmann gegründet. Gegenstand des Unternehmens war zunächst der Bau von amerikanischen Öfen. Heute würde man dazu Backofen sagen.
Später kamen noch allerlei Sirenen und Fahrräder dazu, bevor man 1903 auch begann motorisierte Gefährte, Motorräder und Autos, zu produzieren. Dabei wurden Motoren von Herstellern wie De Dion Bouton und Motosacoche bezogen und in die Karrosserien eingebaut.
Die Autoproduktion endete bereits 1909, während die Motorräder ein durchaus lohnendes Geschäft waren und guten Absatz fanden.
Im Zeitalter der Hyperinflation, Mitte der 20er Jahre, kam auch Mars in unruhige Fahrwasser und wurde durch einige leitende Mitarbeiter übernommen, jedoch nur die Produktion, ohne den Markennamen. Ende der 20er Jahre wurden wieder Motorräder hergestellt und das auch über die Zeit des 2. WK hinaus. Jedoch war die Nachkriegszeit schwierig und man hatte mit sinkendem Absatz und höherer Konkurrenz zu kämpfen. Ende 1958 kam dann der Konkurs und die Übernahme durch Gritzner, die das letzte Modell, die Milano, noch einige Jahre weiterproduzierte.
Das abgebildete Abzeichen stammt von der Autoproduktion des Unternehmens und fand sich am Kühler der Wagen.

Durchmesser: 25mm

Hersteller: Scherm

Samstag, 11. November 2017

Möllenkamp Werke - Mölkamp


Die Möllenkamp Werke in Düsseldorf hatte Anfang 1923 die Priamus Automobilwerke in Köln übernommen und baute zunächst noch Autos unter dem alten Firmennamen weiter. Im Laufe des Jahres kam der erste Mölkamp auf den Markt. Der hohe Preis ließ ihn allerdings zum Ladenhüter werden, und auch das kleiner und günstigere Modell konnte nicht überzeugen, so das die Firma schon 1926 Konkurs anmelden musste.
Diese Brosche stammt aus jener Zeit.

Größe: -

Hersteller: -

Dienstag, 3. Oktober 2017

Ballot 1


Die Firma Établissements Ballot wurde von den gleichnamigen Brüdern im Jahr 1905 in Paris gegründet.

Zunächst beschränkte man sich auf die Entwicklung und den Bau verschiedenster Motorentypen, so auch Schiffsmotoren, die den Anker im Logo erklären. Diese wurden u.a. auch von Herstellern wie Delage verwendet. Ab 1919 entschied man sich auch selbst Autos zu entwickeln und zu bauen. Allerdings war die Idee nicht Autos für den Massenmarkt zu bauen, sondern Rennwagen in Kleinserien. Durch die Erfahrung im Motorenbau und die Erfolge, waren die Wagen von Ballot durchaus respektable Gegner für etablierte Hersteller. Anfang der 20er Jahre konnte man schon einige Podiumsplätze einfahren.
Schon 1921 verwarf man die Idee lediglich Rennwagen zu produzieren und verwendete die Erfahrung aus dem Rennsport um in Serie zu bauen. Die Autos selbst waren damals durchaus das was man als Traumautos bezeichnen konnte, sprachen aber eher zahlungskräftige Klientel an, was wiederum nur zu relativ kleinen Stückzahlen führte. Diverse neue Modelle im Hochpreissegment bedeuteten, mit der aufziehenden Weltwirtschaftskrise, auch schwere Zeiten für das Unternehmen. Man wurde 1931 von Hispano-Suiza übernommen und der letzte Ballot aus 1932, war auch praktisch ein H-S.
Diese Brosche stammt aus der Zeit um 1920 und befindet sich in Per Faxe´s Sammlung. Vielen Dank für das Bild.

Durchmesser: -

Hersteller: -

Automobiles Ariès


Die Societé des Automobiles Ariès wurde 1902 von Baron Charles Petiet gegründet.

Anfänglich wurden die Fahrgestelle für ein zwei- und vierzylindriges Modell gebaut, während der Motor zugekauft wurde. Später, im Jahre 1907, begann man mit Eigenentwicklung eines V4 Motors, der allerlei Neuerung aufzuweisen hatte, die vor allem eine kompakte Bauweise ermöglichte. Hintergrund dafür war die Absicht, den Motor auch in viele andere Autos einbauen zu können.
Zwar wurde im Jahre 1910 ein V6 nach dem ähnlichen Bauprinzip produziert, jedoch verstärkte man die Produktionstätigkeit hin zu überwiegend militärischen Fahrzeugen, aber auch Flugzeugmotoren für Hispano-Suiza.
Nach dem Krieg entwickelte man drei neue Modelle, die den sportlichen Charakter der Firma zeigten. So kam es nicht überraschend, dass man respektable Ergebnisse bei Rennen erzielte, vor allem in den Jahren 1926 und 1927 mit dem Fahrer Jean Chassagne.
Infolge der Weltwirtschaftskrise, musste man das Angebot umstellen und Neuentwicklungen konnten nicht richtig überzeugen, so dass das Aus im Jahre 1937 unausweichlich war.
Diese schöne Brosche dürfte aus der Zeit um 1910 stammen und befindet sich in der Sammlung von Per Faxe. Vielen Dank für das Bild.

Durchmesser: -

Hersteller: -

Samstag, 8. Juli 2017

Puch 2


Auf diesem Abzeichen befindet sich der für die k.u.k. Monarchie Österreichs typische Doppeladler, der in der Anfangszeit des Unternehmens auch auf dem Firmenlogo Anwendung fand.
Ob dieses Logo jemals auf einem Fahrzeug angebracht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, aber wie immer bin ich für Infos diesbezüglich offen und trage sie gerne hier nach. Altersmäßig dürfte dieese schöne Brosche um 1925 liegen.
Vielen Dank an Jürgen für das Bild.

Durchmesser: -

Hersteller: -

Mittwoch, 3. Mai 2017

Daimler Frontreparaturbetrieb

Heute darf ich ein Abzeichen präsentieren, das aus einer der dunkelsten Phasen der Firmengeschichte Daimlers stammt.
Im 3.Reich gab es mehr als hundert Frontreparaturbetriebe, die von verschiedenen Firmen geführt wurden, aber auch der Wehrmacht unterstanden.
Daimler-Benz hat als einer der größten Rüstungsproduzenten während des Krieges in ganz Europa Zweigwerke betrieben, wo vom Fahrzeugbau bis zur Reparatur der Flugzeugmotoren alles stattfand.
In den Front Reparaturbetrieben arbeiteten Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter aber auch Zivilisten. Es gab Angestellte mit und ohne Uniform.
Die Front Reparaturbetriebe befanden sich in Deutschland und in den besetzten Gebieten. Es gab mindestens drei solcher Betriebe, die in Minsk, Warschau und Antwerpen unterhalten wurden.
Die Frontreparaturbetriebe wurden von einzelnen Firmen aufgestellt, galten aber als Außenstelle des Generalluftzeugmeisters, waren also militärische Einheiten, die dem jeweiligen Territorialkommando der Wehrmacht unterstanden.
Die technische und kaufmännische Betreuung der Betriebe lag bei den Stammfirmen. Die Verbindung zwischen Unternehmen und Militär wurde in der Person des Leiters des Betriebs hergestellt. Der Führer eines Frontreparaturwerks musste Offizier oder Angehöriger des Ingenieurkorps der Luftwaffe sein.
Bisher kannte ich kein Abzeichen von Daimler-Benz auf dem sich auch Symbole des 3. Reiches befinden; ist aber durch diese Doppelfunktion verständlich. GL bedeutet wahrscheinlich “Generalluftzeugmeister”.
Ein befreundeter Sammler stellte sowohl Text als auch Bild zur Verfügung, wofür ich mich sehr bedanken möchte.
Es gibt noch ähnliche Abeichen in anderen Farben. Ich suche diese Abzeichen noch und würde mich über Angebote freuen.