Seiten

Freitag, 19. Dezember 2008

Mercedes Benz 18


Dies sind drei Varianten von Mercedes Benz Diesel Anstecknadeln. Mir sind bis dato keine weiteren bekannt. Die beiden großen unterscheiden sich u.a. durch die Abstände des Schriftzugs vom unteren Rand und den dadurch entstandenen Durchbruch. Alle dürften in den 30er Jahren entstanden sein.

Durchmesser: 12 mm und 16 mm

Hersteller: unbekannt

Kleine Mercedes + Daimler Broschen Geschichte

Gottlieb Daimler gründete seine Daimler Motoren Gesellschaft 1890. Zwar hatte Daimler schon 1886 den ersten sog. Daimler Motorwagen entwickelt aber zunächst konzentrierte man sich auf den Bau von Motorlokomotiven, die mit der Maschinenfabrik Esslingen gefertigt wurden, und die Fertigung von Schiffsmotoren. Nebenher wurden auch Autos gefertigt, doch erst 1895 kam der Durchbruch, als ein Daimler Wagen das erste offizille Autorennen der Welt gewann. Es was das Paris-Bordeaux-Paris Rennen, welches non-stop gefahren wurde und auch heute noch eine Strecke wäre, die Respekt einflöst.

Bekannt aber wurden Daimler Motorenwagen erst durch den österreichischen Generalkonsul Emil Jellinek, der den Vertrieb für einige Länder übernommen hatte. Nachdem er 1899 erstmals die Rennwoche von Nizza gewonnen hatte, an der er noch unter dem Pseudonym Mercedes teilgenommen hatte, war er von Daimler Wagen überzeugt. Im Jahr 1900 schlug er den Daimler Verantwortlichen vor(Gottlieb Daimler starb in jenem Jahr) eine größere Menge an Fahrzeugen zu ordern wenn er die Exklusivvertriebsrechte für einige Länder bekäme und die Wagen fortan den Namen seiner Tochter Mercedes trügen. So geschah es und ab 1902 ließ Daimler den Namen gesetzlich schützen. Der Mercedes Simplex von 1902 war auch das erste Fahrzeug mit dem neuen Namen.

So kommen wir nun zum ersten Markenzeichen, das es seit 1902 gibt. Es wird in einem liegenden Oval mit dem Schriftzug Mercedes dargestellt. Mir sind davon keine Originale aus damaliger Zeit bekannt, jedoch bin ich überzeugt davon, das es sie gibt. Weiter geht es im Jahr 1909, denn da wurde das Markenzeichen wie wir es heute kennen geschützt. Es ist der Dreizackstern, dessen Entstehung auf ein Foto von Daimlers Wohnhaus zurückgeht über das Gottlieb Daimler einen Stern zeichnete, der "einst hell über dem Unternehmen leuchten sollte". Zwar wurde auch noch ein vierstrahliger Stern geschützt, doch dieser kam erst viele Jahrzehnte später zum Einsatz. Die drei Strahlen standen für die Standbeine des Unternehmens: Motoren und Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Als recht selbstständiger Ableger hatte die Wiener Vertretung ab 1910 ein Zeichen genutzt, das eine runde Form aufweist, die einen Laubkranz hat und im Zentrum den Schriftzug Mercedes in geschwungener Schreibschrift trägt. Das ganze ist mir als Brosche in rot bekannt.

Für den Betrieb in Berlin-Marienfelde wurde ein anderes Zeichen bis 1913 verwendet, das einen Innenzahnkranz mit oben greifendem Ritzel und im Zentrum den Schriftzug Daimler zeigt (s. Daimler 5). Da diese Form nicht für die Cardanwagen angebracht war, bat man darum auch den Dreizackstern verwenden zu dürfen. Dies wurde abgelehnt mit der Begründung das viele hochgestellte Persönlichkeiten wie der Kaiser den Stern am Wagen trugen und dieser somit nicht an Nutzfahrzeugen angebracht werden könne. Daraufhin einigte man sich auf eine Variante die einen Zahnkranz mit Dreizackstern zeigt. Die Vorlage für die berühmte "Daimler-Marienfelde Brosche" war geboren. Auch diese werde ich demnächst hier präsentieren. Verwendet wurde diese bis 1919.

Zurück nach Untertürkheim. Dort kam es im Jahr 1916 zu einer Veränderung des Markenzeichens. Um den Dreizackstern, der bis dahin allein daherkam, wurde ein Ring gesetzt und insgesamt sechs kleine Sterne darin platziert. Unter dem Stern stand dann entweder Untertürkheim oder Marienfelde. Diese Art des Firmenzeichens wurde nie an irgendwelchen KfZ verwendet, sondern wurde wahrscheinlich nur innerhalb der jeweiligen Produktionsstandorte als Identifikation verwendet. Eine ähnliche Form des Firmenzeichens wurde allerdings rege genutzt. Es ist die bereits beschriebene Form mit dem Ring um den Stern, allerdings mit vier kleinen Sternen und dem Schriftzug Mercedes unter dem zentralen, grossen Stern. Diese habe ich bereits mehrfach hier gezeigt, so z.b. unter "Mercedes 1" oder "Mercedes 4". Eingetragen wurde dieses Markenzeichen, trotz Anmeldung im Jahr 1916, erst 1922. Etwa zeitgleich wurden die Abzeichen mit dem Schriftzug Daimler verwendet (s. Daimler 1). Die soeben beschriebenen Zeichen wurden nicht auf den Kühlern angebracht! Man sah sie eher in der Lenkradmitte. Der "Stern im Ring" wurde ab 1923 auf Kühler gesetzt, allerdings in der Form wie es heute noch üblich ist.

Ein besonders Firmenzeichen muss auch um 1920 entstanden sein, nämlich ähnlich den eben beschriebenen Zeichen. Es hat im Rand nur zwei kleine Sterne, dafür aber in der oberen Hälfte den Schriftzug Mercedes, in der unteren den Schriftzug Daimler. Ein besonderer Leckerbissen, den ich demnächst hier zeigen kann.

Die Zeit der Fusion der Unternehmen Daimler und Benz kam 1926 und man musste sich Gedanken darüber machen wie man beide Markenzeichen verschmelzen könnte ohne die Identität eines Unternehmensteils zu übervorteilen. So entstand das Zeichen wie ich es bereits unter "Mercedes-Benz 1" oder "Mercedes-Benz 5" gezeigt habe. Als kleine Besonderheit, die aber nie verwendet wurde, entstand das Zeichen wie ich es unter "Mercedes-Benz 13" gezeigt habe. Allerdings wurde es eingetragen und ist somit original. Eine weitere Besonderheit, die allerdings fehlerhaft ist, trotzdem aber Verwendung fand, ist das Mercedes-Benz Firmenzeichen mit drei Lorbeerblättern auf jeder Seite. Richtigerweise müssen es vier sein. Auch davon ist mir eine Brosche bekannt.

Bisher hatten fast alle der Markenzeichen einen schwarzen Ring (ausser der Daimler Marienfelde) und roten Untergrund. Dies war auch nach der Fusion noch so. Allerdings änderte sich das in 1935. Der Untergrund änderte sich von rot nach blau (s. Mercedes-Benz 2).

Zum Abschluß bleibt noch zu erwähnen, das Daimler-Benz sich noch die Dieselmotorenproduktion irgendwie mit einem Markenzeichen sichern musste, da bereits einige andere Unternehmen in den Markt drängten. So wurde 1933 der "Stern im Ring" mit dem Schriftzug Diesel gesichert. Siehe bitte auch "Mercedes-Benz 18".

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Mercedes Benz 17


Ein weiterer Werksausweis, den ich hier präsentiere. Dieser war für die Mitarbeiter der Versuchsabteilung vorbehalten. Ich nehme an, das diese Ausweise in den 50er/60er Jahren verwendet wurden.

Größe: 33 mm x 33 mm

Hersteller: unbekannt

Mercedes Benz 16


Diese Anstecknadel ist einem der wohl berühmtesten Fahrzeuge von Mercedes Benz, wenn nicht sogar der gesamten Automobilwelt, gewidmet. Der SSK (SuperSportwagen mit Kurzem Radstand) wurde ab 1928 gebaut. Die Produktion lief bis 1934, allerdings nur noch auf Sonderwunsch, denn die meisten der insgesamt nur ca. 45 Stk. wurden lediglich bis 1931 gebaut. Die geringe Auflagenzahl ist nur verständlich, wenn man bedenkt das es ein reinrassiges Sportgerät war und fast ausschließlich für Wettbewerbe genutzt wurde. Kürzlich wurde bei Bonham´s in London ein SSK versteigert, der die unglaubliche Summe von 6.2 Mio. Euro erzielte.

Größe: 15 mm x 10 mm

Hersteller: unbekannt

Ebay Auktion 9


Ein weiterer Ausweis für Fremdfirmen, wie er in der Nachkriegszeit getragen wurde. Diese ging vor geraumer Zeit in Ebay um, doch leider habe ich sie verpasst. Somit hier der Aufruf: Falls jemand dieses Exemplar haben sollte, ich wäre daran interessiert.

Größe: unbekannt

Hersteller: unbekannt

Benz 8


Und noch eine kleine Benz Brosche, die ich hier habe. Diesmal ist es eine mit blauem Rand und etwas abweichender Schrift, weshalb ich sie etwas jünger, nämlich um 1920, schätze.

Durchmesser: 17 mm

Hersteller: unbekannt

Benz 7


Hier habe ich noch eine schwarze Benz Brosche, diesmal allerdings als kleine Ausführung. Ein sehr seltenes Stück, wie schon ihre großen Brüder. Das Herstellungsdatum schätze ich zwischen 1912 und 1915.

Durchmesser: 17 mm

Hersteller: unbekannt

Mercedes 10


Diese kleine Mercedes Brosche zeigt noch das alte Firmenlogo aus der Zeit vor der Fusion. Demnach kann man es gut auf die Zeit um 1916-1920 datieren.

Durchmesser: 16 mm

Hersteller: unbekannt

Sonntag, 14. Dezember 2008

Benz 6


Diese Benz Brosche hat einen schwarzen Rand und ist, im Unterschied zu den anderen beiden bereits gezeigten Broschen mit schwarzem Rand, nicht gewölbt. Ich vermute, das diese Brosche noch etwas älter ist als die anderen beiden, aber nicht vor 1912 hergestellt wurde.

Größe: 26 mm

Hersteller: unbekannt

Mercedes Benz 15


Zum direkten Vergleich zeige ich hier noch eine mittelgroße Mercedes Benz Brosche. Gut zu erkennen sind die unterschiedliche Körnung in der roten Emaille und ein wenig noch die Schrift. Außerdem ist das Blech eher silbern, während es bei MB14 kupferfarbig ist. Ein weiterer Unterschied ist hier aber die vertikal angebrachte Befestigungsnadel, was nicht so üblich war.

Größe: 24 mm

Hersteller: unbekannt

Mercedes Benz 14


Dies ist wieder einmal eine Variante einer mittelgroßen Mercedes Benz Brosche. Wie die meisten dürfte sie aus der Zeit um 1930 stammen.
Die Unterschiede zu den anderen liegen wieder einmal in Schrift und der Struktur der roten Emaille.

Größe: 24 mm

Hersteller: unbekannt (vermutlich Deumer)

Mercedes 9


Heute präsentiere ich wieder einen alten Werksausweis von Mercedes. Meines Wissens stehen die Buchstaben für Allgemeiner Betrieb Unter-Türkheim.
Ich vermute das diese Broschen kurz nach dem 2. WK verwendet wurden.

Größe: 35 mm x 27 mm

Hersteller: unbekannt

Ebay Auktion 8


Diese Audi Brosche war vor einigen Tagen bei Ebay im Angebot und hat wieder einmal unter Beweis gestellt, das die Finanzkrise bei Sammlern von alten Broschen noch nicht angekommen ist. Wie auch die restlichen Top Broschen der vergangenen Wochen erzielte diese hier einen Spitzenpreis. Der Kaufpreis lag bei über 1.600€.

Größe: 35 mm x 25 mm

Hersteller: L.Chr.Lauer Nürnberg Berlin